WDM Performance – Produktionserfassung für ~40 Maschinen
Flask-Backend mit serverseitigem Rendering (Jinja2-Templates, normale HTML-Formulare, Post-Redirect-Get) – kein Client-JavaScript, genau wie beim Essensportal-Projekt. Postgres-Datenbank.
Start
cp .env.example .env
# .env anpassen (Passwort etc.)
docker compose up -d --build
Die Anwendung ist danach unter http://<server>:8090/ erreichbar (Port über
APP_PORT in .env änderbar).
Wichtig zur DB-Initialisierung: build/db/init.sql (= dein hochgeladenes Schema,
ergänzt um ein paar Beispiel-Abweichungsgründe) wird nur beim allerersten
Start ausgeführt, wenn das Datenvolume noch leer ist. Hast du bereits eine
bestehende Postgres-Datenbank mit Daten, dann:
- entweder das
db-Volume vor dem ersten Start leer lassen undinit.sqlanpassen/ersetzen, oder - den
db-Service indocker-compose.ymlentfernen und stattdessen überDB_HOST/DB_PORT/DB_NAME/DB_USER/DB_PASSWORDin der.envauf deine bestehende Datenbank zeigen.
Aufruf der einzelnen Seiten
- Maschine N (1–40):
http://<server>:8090/m<N>z.B.http://<server>:8090/m1 - Produktionsleiter:
http://<server>:8090/start
Alte/lange URL-Form: http://<server>:8090/m<N>_m_view_main (z.B.
.../m1_m_view_main) funktioniert unverändert weiter und zeigt auf
dieselbe Seite. Sie bleibt bewusst zusätzlich zur kurzen Form erhalten,
damit bereits auf Tablets als Kiosk-Startseite/Lesezeichen hinterlegte
URLs nicht angepasst werden müssen. Für neu eingerichtete Geräte reicht
die kurze Form /m<N>.
Hinweis zum ursprünglich gewünschten #/...-Format: Ein Hash-Fragment
(#/...) wird nie an den Server geschickt und funktioniert nur mit
Client-JavaScript, das per Definition entfällt (kein JS). Deshalb sind die
Seiten stattdessen unter echten Server-Pfaden mit denselben Bezeichnern
erreichbar (ohne #).
Die Maschinennummer <N> entspricht der id in der Tabelle Maschinen.
Für Tablets an den Maschinen einfach jeweils die passende URL als
Startseite/Kiosk-Link einrichten.
Reverse Proxy: Falls du die App hinter einem Unterpfad (z.B.
/app/wdm-performance/) betreiben willst, muss der Proxy diesen Präfix vor
Weiterleitung an den Container entfernen (strip prefix), da das
Backend mit wurzelrelativen Pfaden arbeitet. Beispiel nginx:
location /app/wdm-performance/ {
proxy_pass http://wdm-app:5000/;
}
Funktionsumfang
Maschinenseite (/m<N>, alte Form /m<N>_m_view_main weiterhin gültig)
- Überschrift = Maschinenname aus der DB
- Kein aktiver Auftrag → Start-Button → Auftragsauswahl (offene/pausierte
Aufträge dieser Maschine, sortiert nach Priorität/
sid) → Auswahl markiert Auftrag als aktiv, schreibtstart-Eintrag inMDE - Aktiver Auftrag → Start-Button ausgeblendet, stattdessen:
- Prod. erfassen: Menge (numerisch, ≥0, ≥ bisherige Menge, ≤110% Soll)
- Pflicht-Dropdown Abweichungsgrund, Server validiert verbindlich vor
dem Schreiben in
MDE
- Pflicht-Dropdown Abweichungsgrund, Server validiert verbindlich vor
dem Schreiben in
- Auftrag pausieren: gleiche Eingabemaske, setzt Auftrag auf
status=pause,aktiv=false - Auftrag beenden: bei Menge < Soll erscheint eine große
Bestätigungsabfrage; nach Bestätigung wird die Sollmenge als produziert
in
MDE(status=beendet) vermerkt, Auftrag aufabgeschlossen/aktiv=falsegesetzt
- Prod. erfassen: Menge (numerisch, ≥0, ≥ bisherige Menge, ≤110% Soll)
Produktionsleiter (#/start)
- Auftrag anlegen: Maschine (Dropdown), Auftragsnummer, optional Artikel, Produktionsmenge, Stück/Stunde sowie optional eine Priorität (Position in der Warteschlange dieser Maschine, 1 = als nächstes dran) – alles serverseitig validiert. Wird eine Priorität angegeben, wird der Auftrag an genau dieser Position eingereiht und alle bestehenden offenen/pausierten Aufträge dieser Maschine rücken automatisch nach (dichte Nummerierung 1..N, kein bloßes Setzen eines rohen Zahlenwerts). Ohne Angabe wird der Auftrag ans Ende der Warteschlange gehängt.
- Aufträge importieren (
/start_import): Aufträge aus einer Excel- (.xlsx) oder CSV-Datei per Drag & Drop oder Dateiauswahl bulk-anlegen, siehe eigener Abschnitt unten - Auftragsübersicht: alle Aufträge (inkl. Artikel, Maschinenname),
standardmäßig nur offen/pausiert (umschaltbar auf "Alle"), optional nach
Maschine gefiltert, löschbar und (mit Einschränkungen) bearbeitbar:
- Status und Priorität sind hier nicht editierbar (nur informativ angezeigt) – Status ändert sich ausschließlich über die eigentlichen Maschinen-Aktionen (Start/Pause/Beenden), Priorität ausschließlich über die Drag & Drop-Seite "Auftragspriorität".
- Aktive Aufträge werden angezeigt, können aber nicht bearbeitet werden – ein Bearbeitungsversuch (auch ein direkter POST) wird mit einer Fehlermeldung abgelehnt, solange der Auftrag gerade an der Maschine läuft.
- Editierbar bleiben Maschine (inkl. automatischem Umhängen der kompletten MDE-Buchungshistorie auf die neue Maschine), Auftragsnummer, Artikel, Produktionsmenge und Stück/Stunde.
- Mengen-Schutz: Wurde an einem Auftrag bereits eine Menge gemeldet (MDE-Historie vorhanden), darf die Produktionsmenge nicht mehr so weit reduziert werden, dass die bereits gemeldete Menge außerhalb der 110%-Toleranz läge (dieselbe Toleranzregel, die auch an der Maschine beim Erfassen gilt) – die App zeigt dabei den konkret noch zulässigen Mindestwert an.
- Buchungskorrektur: direkter Eingriff in die
MDE-Tabelle (editieren/ löschen), optional nach Maschine gefiltert - Auftragspriorität: Reihenfolge der offenen/pausierten Aufträge je Maschine per Drag & Drop ändern (Auftrag anfassen und an neue Position ziehen) – wird automatisch gespeichert. Funktioniert am PC/Laptop mit Maus; auf reinen Touch-Geräten ohne Maus ggf. eingeschränkt (Hinweis dazu steht auf der Seite selbst).
- Zu Maschine springen: Direktlinks zu jeder Maschinenseite (zeigt an, ob die Maschine gerade läuft)
- Maschinenverwaltung (
/start_maschinen_verwaltung, passwortgeschützt): Maschinen anlegen, umbenennen/Standort ändern, löschen (nur möglich wenn keine Aufträge mehr an der Maschine hängen). Passwort über die UmgebungsvariableMASCHINEN_PASSWORTin der.envkonfigurierbar (Standardadmin– bitte unbedingt ändern!). Für die Login-Session wird zusätzlich einSECRET_KEYbenötigt (ebenfalls in der.envsetzen).
Aufträge importieren (/start_import)
Excel- (.xlsx) oder CSV-Datei mit (mindestens) diesen Spalten hochladen
(Reihenfolge egal, Erkennung anhand von Stichworten in der Kopfzeile). Die
Datei kann per Drag & Drop auf das gestrichelte Feld gezogen oder klassisch
über die Dateiauswahl ausgewählt werden. Bei CSV werden Zeichenkodierung
(UTF-8/BOM, sonst cp1252), Trennzeichen (Komma, Semikolon – wie bei
deutschem Excel-Export üblich – oder Tab) sowie deutsches/internationales
Zahlformat (1.234,56 oder 1234.56) automatisch erkannt.
| Spalte | Verwendung |
|---|---|
| Maschine | muss exakt (Groß-/Kleinschreibung egal) einer bestehenden Maschine entsprechen, sonst wird die Zeile verworfen |
| man. Prio | wird direkt als Priorität (sid) übernommen (das Feld erlaubt auch Kommazahlen, z.B. 15.1) |
| FA.-Nr. | → Auftragsnummer. Existiert diese FA.-Nr. bereits irgendwo im System, wird die Zeile unangetastet übersprungen |
| Rest-Menge | zusammen mit Ist-Menge → Produktionsmenge (Soll) = Rest + Ist |
| Ist-Menge | wird als bereits produzierte Menge übernommen (Start-Buchung in MDE), damit Fortschritt und Mengen-Validierung an der Maschine korrekt weiterlaufen |
| Artikel | wird 1:1 übernommen und angezeigt |
| Soll-pro-Stunde | → Stück/Stunde (Soll) |
| Bezeichnung, Auftrag, Lieferdatum, Bemerkung | werden ignoriert |
Ist die Rest-Menge einer Zeile 0, wird der Auftrag direkt mit Status
"Abgeschlossen" angelegt (inkl. passender Buchung in der MDE-Historie).
Nach dem Import zeigt die Seite eine Liste, was importiert, was wegen
unbekannter Maschine verworfen und was wegen bereits vorhandener FA.-Nr.
übersprungen wurde.
Artikel
Neues, optionales Textfeld je Auftrag (Spalte artikel). Kann beim
manuellen Anlegen eingetragen werden oder kommt aus dem Import; wird auf der
Maschinenseite, in der Auftragsauswahl, der Auftragsübersicht, der
Prioritätsliste und (sofern gerade ein Auftrag aktiv ist) auch in der
Maschinenübersicht ("Zu Maschine springen") mit angezeigt.
Logo / Icon
build/static/logo.svg wird als Favicon und (in doppelter Standardgröße,
104×104px) über dem Seitentitel angezeigt. Einfach durch eine eigene Datei
mit demselben Namen (logo.svg, idealerweise quadratisch) ersetzen, um das
Firmenlogo einzubinden – kein Code muss dafür angepasst werden.
JavaScript-Einsatz (Ausnahmen vom "kein Client-JS"-Grundsatz)
Zwei bewusste, punktuelle Ausnahmen von der sonst reinen Server-Side- Rendering-Philosophie:
- Die Filter-Dropdowns (Maschine/Status) in Auftragsübersicht, Buchungs-
korrektur und Auftragspriorität lösen die Filterung direkt beim Auswählen
aus (
onchange-Submit) – reiner Komfort, der "Filtern"-Button bleibt als Fallback sichtbar und funktioniert auch ohne JavaScript. - Die Drag-&-Drop-Sortierung auf der Auftragspriorität-Seite benötigt zwingend JavaScript (ohne JS erscheint dort ein Hinweis, dass Sortieren nicht möglich ist – alle anderen Seiten funktionieren weiterhin ohne JS).
Stabilität im Dauerbetrieb
- Backend läuft unter
gunicorn(mehrere Worker/Threads statt Flask-Devserver) - Datenbank-Connection-Pool mit automatischem Retry beim Start (verträgt verzögerten DB-Start ohne Absturz)
- Docker-Healthchecks für App und DB,
restart: unless-stopped - Reines Server-Side-Rendering ohne Build-Step und ohne Client-JavaScript – jede Aktion ist ein klassischer Formular-Submit (Post-Redirect-Get), das ist auf Tablets mit älteren/eingeschränkten Browsern besonders robust
Struktur
wdm-performance/
├── Dockerfile Build-Anweisungen (Kontext = Projektwurzel)
├── docker-compose.yml
├── README.md
├── .env.example
└── build/
├── app.py Flask-Anwendung (alle Routen, Server-Side-Rendering)
├── db.py DB-Pool mit Retry-Logik
├── requirements.txt
├── db/init.sql Schema (dein Dump + Beispiel-Abweichungsgründe)
├── templates/ Jinja2-HTML-Templates (kein JavaScript)
└── static/
└── style.css Großflächiges Touch-Design
Wichtig: docker compose muss aus dem Projektwurzel-Verzeichnis heraus
aufgerufen werden (dort, wo docker-compose.yml liegt), nicht aus build/.